brauche Tipp für 701

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Paolo
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brauche Tipp für 701

Beitrag von Paolo » 18.05.19 - 16:27

Hallo,
bei meiner 701 Enduro sind keine Soziushaltegriffe (mehr) verbaut.
Was macht man am klügsten mit den vorhandenen Löchern in den Plastikteilen.
Gibt es Abdeckungen,Schrauben etc.die dort genau reinpassen evtl. mit einer Öse wo man ggf. noch einen Gepäckgummi oder dergleichen befestigen kann um irgendwas zu transportieren oder was habt Ihr für Lösungen??

Die Haltegriffe zu montieren, wäre übrigens keine Lösung für mich.... ;-)

Danke

Paolo

stoppelhoppser
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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von stoppelhoppser » 18.05.19 - 18:30

Bergegurt dranschrauben.

ViennaDC
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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von ViennaDC » 18.05.19 - 20:34


Paolo
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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von Paolo » 19.05.19 - 10:36

:mrgreen: gute Idee aber ich versuche erst dann Dinge zu kaufen wenn ich sie tatsächlich bräuchte.Der Träger ist schön (und auch nur der würde für mich in Frage kommen...) aber zur Zeit noch nicht von Nöten.

trotzdem Danke!!

MBSprinter
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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von MBSprinter » 19.05.19 - 13:04

Hallo,

vieleicht wären zwei Spanngummi-Haltersätze von Luis, vier Alu Distanzhülsen und vier Inbusschrauben das Richtige für dich. Die Löcher kannst von 6mm auf 8mm aufbohren.

Bild

Nur zum Verschließen würden Blindstopfen aus dem Karosseriebereich passen.

Bild

Mit weißer Spayfarbe für Kunstleder, kann man diese wetterfest weiß einfärben.

Gruß, Peter

Paolo
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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von Paolo » 31.05.19 - 16:36

1.Weiß eigentlich jemand, wie stark der Träger von Perun belastbar wäre und/oder wie belastbar die fragilen Tankschrauben wären??

2.Nehmen wir an, ich würde der Idee nachgehen und ggf. einen Bergegurt befestigen.Dann würde man irgendwann einmal mit kräften zwischen 50 und 100kg ziehen.....könnte meiner Meinung nach auch schon "tankschädlich" sein oder was meint Ihr??

Danke und Gruß
Paolo

stoppelhoppser
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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von stoppelhoppser » 31.05.19 - 20:42

Naja, da hinten sind sonst auch die Haltegriffe montiert, die sollten schon was aushalten.

ViennaDC
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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von ViennaDC » 31.05.19 - 22:33

Ich bilde mir ein dass damals als ich mir das Rack gekauft habe etwas von 5kg gelesen habe - jetzt finde ich nichts mehr dazu.
Mit Bergegurte würde ich sehr vorsichtig sein. Die 701 hat keinen echten Heckrahmen, sondern der (Kunststoff) Tank dient als solcher. Dementsprechend sind die Einsätze der Schrauben im Kunststoff und die halten nicht so viel aus.

Hab schon öfters gelesen dass die Schrauben ausgerissen sind - dann heißts neuen Tank kaufen und das ist teuer.

MBSprinter
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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von MBSprinter » 01.06.19 - 17:24

Hallo,

bei einem Motorrad mit 2 Mann Zulassung müssen entweder Haltegriffe oder ein Haltegurt vorhanden sein. Der Haltegurt muss 200 kg in der Vertikalen halten.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass jeder einzelne Haltegriff mindestens 100 kg halten muss.

Ich habe an verschiedenen Maschinen den Gepäckträger von Perun Moto verbaut. Wenn man ihn im gelieferten Zustand montiert, also mit den beiden Platten übereinander, ist er sehr robust und kann locker 25kg Gepäck ein paar Wochen durch raues Gelände tragen. Das heißt mindestens 3 Wochen. Länger habe ich es noch nicht getestet.

Ausgerissene Schrauben in den KTM Tanks habe ich noch keine gesehen, nur losgedrehte. Ich setze die Schrauben in die Buchsen im Tank immer mit reichlich Fett ein. Dann können sie in den Buchsen nicht festoxydieren. Wenn eine Schraube festoxydiert ist und man mit Gewalt versucht sie zu lösen, dreht sich irgendwann die Buchse im Kunststoff mit. Dann hilft wirklich nur noch ein neuer Tank.

Wenn man das Bild von Perun Moto ansieht, hat man ungefähr eine Vorstellung, was die Gewindebuchsen für die Haltegriffe im Tank aushalten.

https://cdn.shopify.com/s/files/1/0474/ ... 1501506531

Für Wheeliefahrer wäre es sicherlich eine gute Sache, sich einen Schutzrahmen unter die Heckabdeckung zu bauen und diesen oben und unten am Tank zu verschrauben. Dann den Schutzbügel noch mit Messing verkleiden, da das keine Funken schlägt.

Ein Bergegurt welcher die Kraft gleichzeitig in alle vier Halteschrauben der Haltegriffe einleitet, sehe ich ohne Probleme. Es wird wohl niemand sein Motorrad mit einem Kran, nur an den Haltegriffen angehängt, aus einem Graben heben.

Gruß, Peter

Paolo
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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von Paolo » 02.06.19 - 15:32

vielen Dank an alle.....
Ich glaube ich werde mir den Träger kaufen.

@Peter, vielen Dank für deine guten sachkundigen Erklärungen.Was ist deine Berufung.....bist Du vom Fach oder"nur" interessiert an der Sache??

Die Träger sind wohl grundsätzlich pulverbeschichtet.Was passiert eigentlich mit dem Alu wenn man es nicht weiter behandelt/veredelt....ich meine als Alu-Träger lässt ohne zu eloxieren oder zu pulvern.Hat man den immer Aluabrieb oder was würde "passieren"??
Ich frage deshalb, weil ich evtl. einen Träger-Rohling bevorzugen würde...mir gefällt weder die weiße noch die schwarze Version des Perun-Trägers.

VG
Paolo

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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von MBSprinter » 02.06.19 - 17:41

Hallo,

wenn man Aluminium nicht eloxiert oder beschichtet (Farbanstrich oder Pulver) bildet sich eine Oxydschicht. Ja nach Material (es gibt einige unterschiedliche Alumaterialien welche üblicherweise in der Industrie verwendet werden) bleibt die Oxydschicht sehr dünn oder wächst sehr schnell. Das sieht dann wie von Säure zerfressen aus. Besonders wenn man auch im Winter fährt oder in Meeresnähe.

Bei unbehandeltem Alu hat man immer den schwarzen Abrieb.

Wer keine Möglichkeit hat selbst zu pulvern kann Kleinteile wie einen Gepäckträger auch einfach mit Haftgrund aus der Spraydose grundieren und dann mit einer Spraydose lackieren. Beides gibts in fast jedem Baumarkt. Wer es noch besser geschützt haben möchte verwendet als Alugrundierung chromatfreies 2K Epoxidharzmaterial, z.B. MIPA EP Grundierfüller. Das ist der Universalgrundierer im Bootsbau. Damit kann man auf alles Grundieren, auch auf alter Farbe. Ich habe das Zeug in Guyana gesehen. Damit werden Aluminiumboote grundiert. Das hält.

Die Vorbehandlung ist einfach mit 400er und 1000er Schmirgelpapier mit Kunstharzbindung zu machen. Wichtig ist, dass Feilen, Schmirgelwerkzeuge und Schmirgelpapier womit Alu bearbeitet werden soll, nicht vorher für Metall verwendet worden sein sollte. Mikrofeine Metallpartikel könnten ins Alu eingebracht werden und dann dort rosten.

Meine Berufung ist weitreichend. Ich habe mehrere Berufe gelernt und auch mehrere Meisterbriefe. Zurzeit mache ich nebenbei eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker Elektrotechnik. In drei Jahren erweitere ich auf den IT Bereich. So kurz vor der Rente habe ich hoffentlich den Dr.

Ich bin Leiter der Haustechnikabteilung in einem Seniorencentrum. Davor war ich viele Jahre in verschiedenen Ländern beim Militär, im technischen Bereich tätig.
Seit über 30 Jahren fahre ich Motorrad. Früher bis zu 30tkm pro Jahr mit jährlichem Kauf einer Neumaschine. Anfänglich, 1 mal Yamaha TT R. Dann immer KTM oder Husqvarna. Mitten drin mit Zweitspielzeug Yamaha 125 TW, Vespa 125 und BETA Alp 4.0 . Für einen Bekannten machte ich ein paar Umbauten an Hondas.

Ansonsten kann ich auch Infos zu Land Rover Defender geben. Auch Stromgeneratoren bis 400 kW und Trinkwasseraufbereitung im doppelten Destillierverfahren bei Unterdruck gehörten schon zu meinem Verantwortungsbereich. Auch in Sachen Holzbearbeitung und Möbelbau kann man mich fragen.
Seit Anfang des Jahres besitze ich auch eine eigene CNC Fräse. Rein aus Platzgründen habe ich leider keine Drehbank.

Es gibt noch viele technische Sachen, welche ich nicht kann. Ich will auch nicht alles können. Mir ist es wichtig, dass ich das was ich kann, auch richtig kann. Deshalb kann ich z.B. keinen Fernseher reparieren oder eine APP schreiben.

Bei manchen Sachen mache ich einfach einen praktischen Versuch. Manchmal muss ich auch schmunzeln, wenn in Foren Empfehlungen gegeben werden, welche bei mir im praktischen Versuch schon durchgefallen sind.

Im Schnitt gebe ich pro Jahr 10.000€ für meine Weiterbildung aus. Das Geld dazu verdiene ich mir mit Überstunden und Nebenjobs.

Wenn ich was nicht weiß antworte ich nicht: „such mal da oder dort„ oder „du könntest das mal probieren“, sondern ich antworte nicht, oder ich mache mich vorher erst schlau. Dazu frage ich auch mal Professoren oder schreibe eine Anfrage an einen Hersteller. Ich bin in technischen Fragen sehr gut vernetzt. Nicht alles was im Internet steht oder bei Youtube gezeigt wird stimmt. Leider wird aber fast alles geglaubt.

Gruß, Peter

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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von Digga » 02.06.19 - 18:35

MBSprinter hat geschrieben:Hallo,
Meine Berufung ist weitreichend. Ich habe mehrere Berufe gelernt und auch mehrere Meisterbriefe. Zurzeit mache ich nebenbei eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker Elektrotechnik. In drei Jahren erweitere ich auf den IT Bereich. So kurz vor der Rente habe ich hoffentlich den Dr.

Gruß, Peter
Hab mich auch schon Neugierigerweise gefragt was du so machst da deine Antworten schön sachlich und breit gefächert sind :Top:
Hätte ich mehr Ergeiz würde ich auch meinen Meister machen aber so reicht mir der Facharbeiter :gigs:
Es ist immer eine Bereicherung wenn ein Forum mindestens eine Koryphäe vorweisen kann, hoffe du bleibst uns noch lange erhalten :prost:

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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von ViennaDC » 02.06.19 - 19:23

MBSprinter hat geschrieben: bei einem Motorrad mit 2 Mann Zulassung müssen entweder Haltegriffe oder ein Haltegurt vorhanden sein. Der Haltegurt muss 200 kg in der Vertikalen halten.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass jeder einzelne Haltegriff mindestens 100 kg halten muss.
Man soll also das komplette Motorrad plus 50kg Gepäck/Fahrer vertikal auf den Haltegriffen aufhängen können? :shock:
Selbst KTM sagt bei seinem Hecktaschenträger (76512927000) dass dieser mit maximal 3kg beladen werden soll - wird ja auch einen Grund haben.

Die Realität liegt wohl irgendwo dazwischen. Ich bin da auf jeden Fall auf der vorsichtigen Seite = hinten keinen Bergegurt. Ich verwende die Trägerplatte von Perun aber um diverse Taschensysteme (Mosko Moto, Giant Loop) zu befestigen. Da geht die Kraft aber "hinunter" zu den Fußrasten.

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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von MBSprinter » 02.06.19 - 21:01

Hallo,

der Normfahrzeuginsasse hat 75 kg. KTM gibt als zulässige Tankbelastung also an 75 kg Beifahrer plus 3 kg Gepäck im Hecktaschenträger.
Die limitierenden Teile sind hierbei der Träger und die Tasche im Dauerbetrieb mit xy Notbremsungen.

Die 200 kg Belastung welche ein Haltegurt aushalten muss wurden mit einem 75 kg Beifahrer bei Normbeschleunigung eines Motorrades getestet und als Norm festgelegt.

Die Haltegriffe an der KTM müssen also die Kraft halten, welche ein 75 kg Beifahrer bei einer Notbremsung des Fahrzeuges in die Haltegriffe Richtung oben / vorne einleitet. Der Tank muss zusätzlich zum Beifahrer nach hinten / unten die Kraft aushalten, welcher durch einen Normbeifahrer bei einer Normbeschleunigung in die Haltegriffe eingeleitet wird.

Vom Dip. Ing. Uwe Golder aus Münster liegt mir eine Studie zu Motoradunfällen vor.
Demnach beträgt die mittlere Verzögerung eines durchschnittlich erfahrenen Motorradfahrers bei einer Vollbremsung zwischen 6,5 und 8,5 m/s²
Es dürfen ja auch einarmige Beifahrer mitgenommen werden. Somit muss auch ein Haltegriff alleine alle Wirkenden Kräfte aushalten können. Die von mir angenommenen 100 kg pro Haltegriff beinhalten demnach eine realistische Sicherheitszugabe von rund 80%.
Demnach sollten beide Haltegriffe zusammen tatsächlich das Motorradgewicht tragen können.

Hat irgendwer in München einen Kran in einer Halle oder einen Gabelstapler? Nachdem was ich berechnet habe, traue ich mich, das Ganze mit meinem eigenen Bike praktisch auszuprobieren. Wenns nicht klappt, habe ich mich wohl verrechnet und benötige einen neuen Tank oder umgerechnet xy zusätzliche Überstunden.

Gruß, Peter

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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von stoppelhoppser » 03.06.19 - 19:11

Eine Enduro, die man nicht am Heck aus dem Schlamm ziehen kann, erscheint mir auch irgendwie ein Konstruktionsfehler.

XMA
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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von XMA » 05.06.19 - 21:51

Selbst KTM sagt bei seinem Hecktaschenträger (76512927000) dass dieser mit maximal 3kg beladen werden soll - wird ja auch einen Grund haben
Denke tatsächlich nicht, das hier die Traglast des Motorrads der Ausschlag gebende Faktor ist. Hier kommt ja noch die Belastung auf die Verbindung zwischen Tasche und Träger hinzu und dann ein gehöriger Sicherheitsfaktor, damit man die Tasche nicht verliert oder beim anrauchen über die Leitplanke feuert.
:evil1:
Hat irgendwer in München einen Kran in einer Halle oder einen Gabelstapler? Nachdem was ich berechnet habe, traue ich mich, das Ganze mit meinem eigenen Bike praktisch auszuprobieren. Wenns nicht klappt, habe ich mich wohl verrechnet und benötige einen neuen Tank oder umgerechnet xy zusätzliche Überstunden.
Die Rechnung macht absolut Sinn so. Was man beim Einsatz von einem Bergegurt aber nicht vergessen sollte ist das die Kraft auf die Befestigung nicht immer in die gleiche Richtung wirkt wie bei einem Bremsvorgang. Wenn man z.B. direkt nach hinten zieht gibt das ja eine gewisse Schwerbewegung an den Schrauben.

Bin sehr gespannt auf die Ergebnisse solltest du jemand zum Testen finden. Daumen sind auf jeden Fall gedrückt für gutes Gelingen :D

Und bevor ich's vergesse, hast du eine Quelle für die Studie? Das klingt auf jeden Fall interessant.

Gruß Max

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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von stoppelhoppser » 06.06.19 - 17:47

Hoffentlich nimmt es mir der TE nicht übel, wenn ich hier mal hijacke. Aber wie würde man denn einen Bergegurt sicher an die 701 montieren?

MBSprinter
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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von MBSprinter » 07.06.19 - 20:21

Hallo,

vorne kann man die Allerweltslösung nehmen. Ein Stück Spannriemen (z.B. Klemmschlossspannriemen 25mm, hält 250kg, kostet 0,99€) um die Gabelholme legen und an jedem Ende Festknoten. Und zwar unterhalb der unteren Gabelbücke. Wer es schöner braucht findet unter der Bezeichnung Haltegurt Bergegurt Enduro, etwas um die 20€.

Hinten werden bei vielen Enduros die Bergegurte, besser gesagt ein Bergegurt, unten am Rahmen angeschraubt oder festgebunden und liegen oben über den Heckkotflügel.

Bei der 701 könnte man den Gurt unter dem Kotflügel anschrauben. Da der Kotflügel aber seitlich um den Tank greift, würde sich der Kotflügel beim Ziehen am Gurt verformen und wahrscheinlich würden die beiden Löcher durch welche der Kotflügel unten am Tank angeschraubt ist, am Kotflügel ausreißen. Es bleibt also nur die Möglichkeit, einen oder zwei Gurte auf dem Kotflügel zu befestigen, gleich der Beifahrerhaltegriffe.

Praktisch sollte man sich die Fragen stellen, wie oft musste man seine Enduro schon bergen? Verwendet man für Einsätze welche einen erhöten Bergebedarf herbeiführen könnten, nicht gleich ein besser geeignetes Bike?

Ich habe alleine schon zum Rangieren immer die Haltegriffe oder einen Gepäckträger mit Haltegriffen montiert. Ins Gelände kann man einfach einen 2m langen 25mm Klemmschlossspannriemen mitnehmen. Bei Bedarf fädelt man diesen links und rechts um die Hinterradschwinge und legt ihn oben über das Heck. Das ist zum Bergen super und man muss sich auch keine Gedanken machen, ob irgendwelche Schrauben oder Buchsen ausreißen könnten. Wenn man so tief im Schlamm steckt, dass man an die Schwinge nicht recht ran kommt, fädelt man den Spannriemen einfach durch die Felge. Seitlicher Zug ist dabei zu vermeiden, aber man wird sowieso eher nach oben oder hinten ziehen.

Die Unterlagen von Herrn Golder darf ich hier nicht zu Verfügung stellen. Er macht unter Anderem zu bezahlende Fachseminare in Sachen Unfallrekonstruktion, für Richter Anwälte und Polizisten.

Zwei der wenigen öffentlichen sind z.B. die hier http://www.schibec.de/downloads/veroeffentlichungen/69
http://www.ureko.de/downloads/veroeffentlichungen/68

Hier im Literaturverzeichnis Seite 106 (125) findet man weitere Infos zu Lesestoff. https://www.unfallrekonstruktion.de/pdf/Elssner.pdf

Gruß, Peter

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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von stoppelhoppser » 07.06.19 - 20:42

Richtig erkannt, mir geht es primär darum, dass ich was zu anfassen hab, wenn ich mal wieder umgekippt bin oder mir mal wieder an einer blöden Stelle das Können ausgegangen ist. Der Auspuff ist bei sowas gerne mal ungünstig verlegt, so dass man dann wieder den Handschuhen oder Klamotten unschöne Flecken darauf hinterlässt.

Ich mag so zusätzliches Gepäck wie Spannrgurte und was manche noch mitschleppen für den Alltagsspaß absolut gar nicht. Auf 'ner mehrtägigen Tour ist das auch für mich Ok, aber nicht, wenn ich nur mal Samstags schnell im Dreck spielen gehe.

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Re: brauche Tipp für 701

Beitrag von MBSprinter » 07.06.19 - 21:11

Ich benutze meinen linken Haltegriff täglich, wenn ich mein Bike durch eine nur 1m breite Türe schiebe. Noch dazu ist gleich neben der Türe eine Wand. Mit einer Hand am linken Lenkerende und mit der anderen Hand am Haltegriff kann ich das Bike leicht etwas seitlich kippen und durch die Türe schieben. Mit beiden Händen am Lenker hätte ich durch meine kleine Größe leichte Schwierigkeiten.
Man muss ja nicht unbedingt die Haltegriffe von Husqvarna anbauen. Irgend etwas ansprechendes, flaches ohne Nasen wird man schon finden. Oder man baut sich selbst etwas. Über eine geschnitzte Holzschablone kann man eine Aluleiste biegen. Dann noch zwei Löcher rein und fertig ist der Griff. Aussehen könnte das in etwa wie der Griff für eine EXC https://www.ktm-konsum.de/media/images/ ... 034413.jpg
Einen 2m Klemmschlossspannriemen habe ich immer unter der Sitzbank. Aufgerollt hat der super Platz. Manchmal Brauche ich ihn, wenn ich ein Packet zur Post fahre oder der im Baumarkt gekaufte Arikel mal wieder 1cm Größer ist als die Öffnung des mitgenommenen Rucksacks. Ein paar Sachen haben die Meisten immer am Bike. Ich selbst habe immer das Originalwerkzeug im entsprechenden Fach, sowie etwas Verbandsmaterial, eine Warnweste und einen Spanngurt unter der Sitzbank. Nur aus dem Grund, wenn ich mal schnell bei den Ösis über die Grenze fahre und mal wieder ein findiger Polizist nach dem Verbandsmaterial frägt. Der Sieht einen Fahrer ohne Gepäck auf einer Enduro. Der hat sicherlich nichts dabei und muss blechen. Das Verbandszeug muss nicht der Norm entsprechen, aber man muss eines dabei haben.
Gruß, Peter

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