Reifen für Schlamm und Nässe

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stoppelhoppser
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Reifen für Schlamm und Nässe

Beitragvon stoppelhoppser » 08.12.18 - 17:41

Tach zusammen,

weil Winter ist, trete ich mal die obligatorische Reifendiskussion los.

Nachdem mich der serienmäßige TKC 80 heute bald abgeworfen hat und auch das eine oder andere mal böse gezuckt hat, bin ich auf der Suche nach einer Alternative für das aktuelle Wetter.
Mir geht es insbesondere um schlammigen und schmierigen Untergrund, wie man ihn nach ergiebigerem Regen im Wald und Tagebau findet. Des öfteren auch ganz tückisch unter Laub.

Nebenbei sollte der Reifen noch so 30 bis 40 % Straße drin sein.

Was kann man denn da mal so in Erwägung ziehen?

DLzG

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tc500
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Re: Reifen für Schlamm und Nässe

Beitragvon tc500 » 09.12.18 - 08:40

Ich hab auf meiner 701 das Gleiche erlebt. TKC sieht aus wie Offroad, ist aber eher ein Straßenreifen.
Ich würde es im Gelände vielleicht erstmal mit geringerem Luftdruck probieren (Reifenhalter wenn nötig montieren).
Auf meiner alten DR bin ich vor 15 Jahren Michelin gefahren. Die gingen auch im Gelände und das mit 2 bar.
Nachfolger ist der Anakee, den werd ich demnächst montieren.
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Re: Reifen für Schlamm und Nässe

Beitragvon fanki » 09.12.18 - 22:33

tc500 hat geschrieben:Nachfolger ist der Anakee, den werd ich demnächst montieren.


yup...genau den hätte ich jetzt auch empfohlen...habe ihn hinten drauf...also den Anakee Wild (gibt ja mehr Anakee Varianten)

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Re: Reifen für Schlamm und Nässe

Beitragvon Huskylehrl » 29.12.18 - 08:17

Also da wirst nicht so so leicht fündig lehmiger Boden geht mit strassentauglicher Bereifung bei Nässe gar nicht da hilft nur reine enduro bzw crossbereifung und mit der wirst auf dervstrasse nicht glücklich ich wechsle gerade von Ticket 80 auf anakee wild. Mal sehen ob besser im nassen Gelände

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Re: Reifen für Schlamm und Nässe

Beitragvon tc500 » 12.01.19 - 18:36

Es ist auch eine Frage des Luftdruckes. Straße fahr ich 1.9/2.2 bei meiner alten TC auf der Crossbahn 1.3/1.5
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Re: Reifen für Schlamm und Nässe

Beitragvon stoppelhoppser » 12.01.19 - 18:43

Huskylehrl hat geschrieben:Also da wirst nicht so so leicht fündig lehmiger Boden geht mit strassentauglicher Bereifung bei Nässe gar nicht da hilft nur reine enduro bzw crossbereifung und mit der wirst auf dervstrasse nicht glücklich ich wechsle gerade von Ticket 80 auf anakee wild. Mal sehen ob besser im nassen Gelände


Also ich find das Ok, wenn er auf der Straße dann eben nur bedingt taugt. Mehr wie die Anfahrt zum Gelände soll er gar nicht leisten. Ich überlege auch gerade wieder auf Heidenau K69/K74 umzustöpseln. Hält zwar nur 1000km und ist auf der LS wohl noch schneller fratze, kostet aber auch nicht die Welt und hat mir zumindest gut getaugt.

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Re: Reifen für Schlamm und Nässe

Beitragvon stoppelhoppser » 12.01.19 - 18:44

tc500 hat geschrieben:Es ist auch eine Frage des Luftdruckes. Straße fahr ich 1.9/2.2 bei meiner alten TC auf der Crossbahn 1.3/1.5


Ohne Reifenhalter so weit runter? Weiß nicht, das funktionieren würde. Aber Mal so auf 1.7 runtergehen werde ich auch noch mal ausprobieren.

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Re: Reifen für Schlamm und Nässe

Beitragvon tc500 » 13.01.19 - 15:01

klar MIT Reifenhalter
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Re: Reifen für Schlamm und Nässe

Beitragvon stoppelhoppser » 03.05.19 - 17:56

So, seit heute mal einen Mitas E-09 drauf. Dabei hab ich zwei Dinge gelernt:
1. Dieses Ding montier ich NIE wieder von Hand :flex:
2. Die 2,6 bar die Mitas empfielt ist wie fahren direkt auf der Felge. Gut die Schluffe kann man wahrscheinlich auch ohne Luft fahren, so störrisch wie die Karkasse ist. Den für mich richtigen Luftdruck hab ich noch nicht gefunden.

Der Vorderreifen hat augenscheinlich sehr wenig Profil. Mal gucken wie sich das ausgeht. Hinten gibt es dafür umso mehr.

Erster Eindruck: Funktioniert erstmal. Richtiger Härtetest steht noch aus. Geht relativ stark quer übers Gas aber imho beherrschbar.

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Re: Reifen für Schlamm und Nässe

Beitragvon stoppelhoppser » 04.05.19 - 17:38

Heute war es dann so weit: 4°C, Regen, Acker, Wald und Wiese. Da ich alleine unterwegs war (alles Weicheier) nur leichtes Gelände.

Der Mitas ist "schwierig". Zweifellos ist er geeignet für das Wetter. Das Vorderrad führt sauber, trotz der vergleichsweise niedrigen Profiltiefe. Das Hinterrad baut sehr viel Traktion auf und bleibt beherrschbar. Aber ich bin ihn heute mal mit 1,8 Bar gefahren, der Unterschied zu 2,6 Bar ist kaum spürbar. Das Ding ist so knüppelhart, dass ich gerade darüber nachdenke, nochmal Druck- und Zugstufe anzupassen.

Zur Straße: Durch die extreme Härte krieg ich nur schwer vertrauen aufgebaut. Man merkt halt jeden Kieselstein, daher hab ich es ruhig angehen lassen, das hat er aber ohne jede Zicken gemeistert. Ich habe mal versucht mich mal ans ABS ranzubremsen, habe es aber auf regennasser Fahrbahn nicht zum auslösen gekriegt. Kann man also imho machen, gibt Stollen die das schlechter meistern.

Wenn man einen hat, der den E-09 montiert kriegt und das von Haus aus schon brettharte Fahrwerk der 701 weicher abgestimmt kriegt, ist es durchaus ein guter Enduroreifen. Auf der anderen Seite gibt es auch Reifen, die einfacher zu montieren sind und mehr Eigendämpfung haben.

Übrigens vorne und hinten ist jeweils die Dakar-Version drauf.