SWM Supderdual T - 2800 Km - Erfahrungen

Die neuen italienischen Renner aus Varese.

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motorbiene
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Motorrad: SWM Superdual T

SWM Supderdual T - 2800 Km - Erfahrungen

Beitrag von motorbiene » 21.04.20 - 21:10

SWM Supderdual T - 2800 Km - Erfahrungen

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Im Februar diesen Jahres angelte ich mir meine Superdual T.
2017 - Vorführer - 450 Km - 6000 €, inkl. 1000er Inspektion

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Gefahren wird die Guste in der Großstadt Berlin, auf der Landstraße, Wald & Wiese.
Im Gelände macht die SD richtig Freude. Ob quer Feld ein, durch den Wald gehoppelt, mit Sozia ..., ein Dauergrinsen.
Das Fahrwerk ist sehr kurvenfreudig, mit zartem Hüftschwung gehts flott ums Eck! Mit schmaleren Püschen könnte es sicherlich noch lecker werden.
Durch meine MZ Skorpion bin ich von einem ausgezeichnetem Kurvenfahrwerk verwöhnt. Daher liegt meine Messlatte sehr hoch.

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Bisherige Schäden ...
Wassereinbruch Zusatzscheinwerfer, ein Kabelbruch am Instrumentenstecker (Kabel zu straff), Anfahrtszicken derweil, Motor kann einfach ausgehen (Kurzstrecke)
Was nervt ist die Euro 4 Kastration. Mit einer Lambda-Brücke fährt sich die Fuhre viel homogener.
Beim Anfahren zickt die Guste sehr gerne. Sie möchte wie ein Wildpferd gleich ungestüm & ungezügelt los brechen. Dann muß ich die Kupplung schleifen laßen & ganz gefühlvoll anfahren.
Manchmal geht der Motor nachm tanken aus. Einmal ist das beim Beschleunigen in der Kurve passiert. Zum Glück liegt meine Hand, 2 Takter Krankheit, immer an der Kupplung.
An der Elektrik, wie bei jeder "modernen" Elektrik, nervt der zu kurze Kabelbaum.

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Der Motor geht, wenn tüchtig an der Henne gezerrt wird, richtig böse ab.
Von der Charakteristik zwischen Rotax 650 & XTZ 660 Motor. Letzterer ist ein sehr kraftvolles Raubein.
Gefühlvoll kann auch unter 2800 Touren gefahren werden.
Der erste Gang könnte nen Tick länger übersetzt sein.
Die Gangabstimmung finde ich sehr gelungen. Im 6. fehlt es nicht an Kraft.

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Die Superdual ist nicht so schrauberfreundlich & durchdacht wie eine MZ.
Dennoch finde ich mich recht schnell bei ihr, mit ihr zurecht.
Wenn erst einmal der richtige Dreh gefunden ist, macht das Verschlimmbessern viel Freude

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Was habe ich verschlimmbessert?
längere Spiegel, Elektrikoptimierung - Fahrt/Fern-Licht, Lambda-Brücke, rote Lampenmaske & Schwanz, Heckumbau, Gepäckträger abgebaut
Zusatzleuchten wurden gegen Nässeeinbruch geschützt & am Tank, höher, befestigt

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Was ich mir für die Zukunft mit der Superdual wünsche?
Das die Anfahrtszicken aufhören.
Leichteres Langsamfahren.
Weiteres sorgenfreies Fahren.
höheres Windschild
Das noch mehr Superduals durch die Gegend rollen.
Werkstatthandbuch

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Was ich an der Superdual toll finde?
Das unverwechselbare Desing. Das sie eine echte Reiseenduro ist. Das die Kiste nicht an jeder Ecke steht.
Wie bei meinen MZten werde ich immer wieder auf die Frieda an gesprochen. "Wasn das???" "SWM???"
Die Navihalterung passt an die Halterung des Windschilds, Super!
Und, die Superdual hat ein echtes Spritfass, 18 Liter. Kein Töpfchen unter einer Tankatrappe.
Tank abnehmen & du kommst an Alles ran, klasse.

Der Klang ist Klasse! Ein Kumpel meint, die klingt wie ne V2.

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Was ich noch verschrauben möchte?
Hecktieferlegung, Comfortsitzbank, andere, schmalere Püschen testen, längeren Benzinschlauch

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DIE AUSTATTUNG! Alles da was ein Mopist benötigt.
Seitenkoffer, Windschild, Motor- & Rahmenschutz, Zusatzleuchten, Gepäckträger, Handprotektoren, voll einstellbare Upside-down-Gabel, Geblschutz, hydraulische Kupplungsbetätigung, Hauptständer

Matzek
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Re: SWM Supderdual T - 2800 Km - Erfahrungen

Beitrag von Matzek » 05.05.20 - 19:47

Hallo,
Schönes Moped. Noch zufrieden ?
Hatte es ach auf dem Schirm, ist wegen dem 5 000 Intervall und der 100km bis zum Händler rausgefallen.
Gruß Matthias

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recycler
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Re: SWM Supderdual T - 2800 Km - Erfahrungen

Beitrag von recycler » 13.08.20 - 09:08

Danke für den Bericht.

Das Allerwichtigste hat der Themenstarter aber verschwiegen: Die KIste ist für eine Reiseenduro sehr leicht. Hatte ich auch auf der Liste, aber die Dual wird wohl nicht mehr gebaut (bzw. bei uns importiert). Hat sich ein Spezi von mir für Geländetouren gekauft. Ist damit auch recht zufrieden, bis auf die sehr harte Sitzbank.

Leider sind leichte, einfache und preiswerte Reiseenduros kaum noch verfügbar und wenn, dann auch gebraucht sackteuer. Mein KTM/Husky-Händler hatte kürzlich eine 15 Jahre alte Beta 4.0. Alp für 3.000 im Laden die ich mir angesehen habe (Zustand gut Gabel hatt gesifft, wollte er noch machen). War mir aber für ein 15 Jahre altes Mopped zu teuer. Hab dann einen neue 401 Svartpilen für 4500.-- bestellt (ist keine Enduro, aber mal sehen wie weit man abseits der Asphalt-Straße kommt).

Ciao

recycler

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