Moin, ich hole das Thema mal wieder aus der Versenkung.
Hatte ja vergangenes Jahr, das Problem mit der Kupplung. Hierzu hatte ich mir die Teller für die die Federn der Kulu- Rückdämpfung besorgt. Es passen übrigens die Teller der 610er ab 2006!
Folgendes habe ich gemacht.
- Position von Primär und Kupplungskorb genau markiert.
- Köpfe der Nieten zwischen Primär und Kulu-Korb vorsichtig mit Fächerscheibe von ner Flex vorsichtig abgerschrubt.
- Nieten aus dem Korb usw. Rausgedrückt.
- Federn samt alter Teller rausgenommen.
- Federn vermessen. (alle gleich lang)
- Platte welches die Federn vorm rausfallen schützt begutachtet. (hatte schon paar Einschläge, war aber nichts schlimmes, da hier nichts wirklich ausgeschlagen war.
Nun neue Teile zusammen setzen.
- alte Federn + neue Teller in die Platte reindrücken.
- Platte + Primär und Kulukorb wie vorher Markiert, wieder zusammen setzen.
- Jetzt die Nieten wieder in die dafür vorgesehenen Löcher rein und zusammen gedrückt.
Fertig.
Zusätzlich habe ich der Guten auch noch neue Kulubeläge + einen neuen Kuluzug spendiert.
Nachdem ich alles wieder zusammen gebaut hab, hab ich zur Sicherheit auch noch die Buchse zwischen Korb und Getriebe getauscht. Seit dem Umbau ist das Klappern weg und die Kupplung hatte auch bis gestern gut funktioniert.
Bin gestern ca. 6km in der Hitze unterwegs gewesen, als ich an einer Ampel ein verschmortes Geruch wahrnehmen konnte. Als ich runter schaute kam etwas Rauch aus der ecke des rechten Krümmers. Bin zur Seite Gefahren und hab ich gemerkt, dass der druckpunkt der Kulu sich so verändert, als ob der Zug sich grad dehnen würde.
Als ich mir das ganze nun näher angeschaut hab fand ich eine verschmorte Hülle des recht neuen Zuges, da diese auf dem Krümmer genau an der Verschraubung zum Zylinder auflag und schön vor sich hin schmorte...
Habe den Zug samt Hülle schnell provisorisch mit einem Draht so befestigt, dass sie nicht Mahr auf dem Krümmer auflag. Problem ist nur, dass sich der Druckpunkt der Kupplung in der Zwischenzeit so weit verschoben hatte, dass ich nicht mehr kuppeln konnte.
Hab die Kiste dann nach Haus geschoben.

sehr geil bei 32 Gard im Schatten mit voller Montur

meine Frau meinte nur "oh das war ja ne kurze Tour". Meine diplomatische Antwort darauf darf ich aufgrund von Zensur nicht sagen. Nur soviel, heut Abend haben wir das erste mal wieder ein Wörtchen gewechselt...
Nun zu meinem Problem. Hab den Kupplungszug inspiziert. Dieser sieht noch gut aus, bis auf die kleine verschmorte Stelle. Der Zug scheint aber zu lang zu sein, dachte ich. Hab mir dann mal den Kupplungshebel unten am Motor angeschaut. Dieser ließ sich sehr weit Richtung Motor Mitte drücken! Da mir da nicht normal vorkam, hab ich Öl abgelassen und den Deckel auf der Kulu-Seite geöffnet.
Mir kam dabei gleich die Mutter der Madenschraube, die auf die Kugel und Druckstange und damit den Hebel drückt, entgegen.
Da die Mutter kein Schaden genommen hatte und alles andere auch gut aussah, habe ich diese wieder auf die Madenschraube gedreht und mit dem Teller in welches die Madenschraube gedreht wird gekontert. Dabei habe ich drauf geachtet, dass der Hebel am Motor so weit wie möglich von der Motormitte weg kommt um genügend Spannung am Kupplungszug zu haben.
Als ich den Zug jedoch wieder rein gehängt hab musste ich feststellen, dass ich sowohl oben am Kupplungshebel als, auch unten am Bogen zum Kupplungshebel des Motors die Spannmuttern fast bis auf Maximum rausdrehen musste um die Kupplung zum trennen zu bringen.
Wo könnte das Problem liegen?

Mir fehlen ca. 7mm um das System richtig spannen zu können. Das kann doch nicht an der verschmorten Hülle liegen. Diese hat doch eine innere Metalspirale welche sich von sowas nicht beeindrucken lässt.
Brauch da mal euren Rat
Grüße
