
Kopf hoch, alls wird vollgas!

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Frei zitiert aus Dirk Wildschrei´s "großem gelben MZ-Schrauberbuch" (S.41)Wenn der Gasschieber im normalen Fahrbetrieb geöffnet ist, wird zur entsprechenden Motorbelastung das richtige Gemisch gebildet. Dabei wird soviel Wärme produziert, wie die Kolbenringe an den Zylinder und damit an die Kühlrippen abgeben können.
Fährt man nun mit wenig Last bergab und gibt dazu noch Gas, bildet sich durch den nur knapp geöffneten Vergaser ein zwar brennbares, aber extrem mageres Gemisch, welches mit großer Hitze verbrennt. Es entsteht Wärme in einer Menge, die der Kolben nicht schnell genug
an den Zylinder abgeben kann. ...bla bla, Fresser.
Wie macht man´s richtig? Ganz einfach. Beim Bergabfahren wird das Gas geschlossen. Ganz! Dadurch entsteht ein enormer Sog an der Leerlaufdüse und der Motor wird mit einer extra Portion Gemisch versorgt.
Zum Kühlen und Schmieren. Dieses Gemisch denkt nicht im Traum daran zu verbrennen, weil dazu die Luft fehlt. Also wird das Öl auch nicht verbrannt, sondern kann ungestört und optimal vor sich hin schmieren.
Schau mal an, hätt nicht gedacht, daß das ausreichen würde. Ich bin da mit anderer Schule aufgewachsen, zumindest was Trabant und Wartburg betrifft, ist aber Wurscht, ist ja das gleiche Prinzip. Dort gab es extra wegen der Schmierproblematik den Freilauf, so konnte der Motor im Leerlauf vor sich hintuckern, wenn man vom Gas ging. Im Wartburg konnte ich den Freilauf noch sperren, um die Motorbremse zu nutzen. Wenn ich mich richtig entsinne, sollte man das aber nicht bei längeren Talfahrten machen. Man lernt immer wieder dazu......Beim Bergabfahren wird das Gas geschlossen. Ganz! Dadurch entsteht ein enormer Sog an der Leerlaufdüse und der Motor wird mit einer extra Portion Gemisch versorgt...
Schlammige, steile Auffahrten:kamikazeracer hat geschrieben:die macht nicht ganz so schnell männchen