Gebrauchtberatung: "leichter" Totalschaden.
Verfasst: 11.09.13 - 11:32
Hallo zusammen,
hier ist eine lehrreiche Geschichte, die ich mit Euch teilen möchte.
Mitte Juli begab es sich, dass mich ein älterer Verkehrsteilnehmer übersah und mir in der Ortschaft die Vorfahrt nahm. Ich machte den klassischen Abflug über die Motorhaube, meine schöne Nuda R blieb im Auto stecken.
Diagnose (die der Nuda, meine erspare ich Euch): Rahmen, Felge vorn, Gabel, fast alle Plastikteile, Auspuff, Kühler … alles im Eimer. Geschätzte Reparaturkosten mit Arbeitszeit: Etwa 13k Euro und damit Totalschaden. Während ich im Krankenhaus noch meine Knochen sortierte, erwarb ein freundlicher polnischer Aufkäufer den Schrotthaufen für einen sehr fairen Preis. So weit so gut.
Vor kurzem erhielt ich einen Anruf: Der Anrufer wollte wissen, ob ich der ursprüngliche Besitzer der Husqvarna sei, die er gerade von einem Motorradhändler erworben habe. Wir plaudern und es stellt sich heraus, dass sein Händler die Maschine von einem Aufkäufer erworben hatte und sie nun - Achtung: Als Sturzschaden verkaufte.
Nach meinem Dafürhalten ist ein Sturzschaden etwas anderes als ein in Polen wieder aufgebauter Totalschaden nach einem schweren Verkehrsunfall. Natürlich habe ich dem Kollegen die ganze Story erzählt, damit er den Zustand der Maschine - und besonders den Rahmen - umgehend von einem Fachmann prüfen lassen kann.
Soweit die Fakten. Ich will den Händler hier gar keine böse Absicht unterstellen, es ist gut möglich, dass man ihm selbst nicht die ganze Wahrheit erzählt hat.
Man kann nun trefflich darüber spekulieren, wie man die teuren Teile - also Rahmen, Felge, Gabel, Bremsscheiben und das ganze Plastik - so kostengünstig hat austauschen können um dann doch noch einen Gewinn zu erzielen. Ich mag mir nicht ausmalen, wie hier "repariert" worden ist. Oder wo die günstigen Teile am Ende hergekommen sind.
Die Moral von der Geschichte: Macht die Augen auf beim Gebrauchtkauf und glaubt nicht alles, was man Euch erzählt.
Gruss,
Thomas
hier ist eine lehrreiche Geschichte, die ich mit Euch teilen möchte.
Mitte Juli begab es sich, dass mich ein älterer Verkehrsteilnehmer übersah und mir in der Ortschaft die Vorfahrt nahm. Ich machte den klassischen Abflug über die Motorhaube, meine schöne Nuda R blieb im Auto stecken.
Diagnose (die der Nuda, meine erspare ich Euch): Rahmen, Felge vorn, Gabel, fast alle Plastikteile, Auspuff, Kühler … alles im Eimer. Geschätzte Reparaturkosten mit Arbeitszeit: Etwa 13k Euro und damit Totalschaden. Während ich im Krankenhaus noch meine Knochen sortierte, erwarb ein freundlicher polnischer Aufkäufer den Schrotthaufen für einen sehr fairen Preis. So weit so gut.
Vor kurzem erhielt ich einen Anruf: Der Anrufer wollte wissen, ob ich der ursprüngliche Besitzer der Husqvarna sei, die er gerade von einem Motorradhändler erworben habe. Wir plaudern und es stellt sich heraus, dass sein Händler die Maschine von einem Aufkäufer erworben hatte und sie nun - Achtung: Als Sturzschaden verkaufte.
Nach meinem Dafürhalten ist ein Sturzschaden etwas anderes als ein in Polen wieder aufgebauter Totalschaden nach einem schweren Verkehrsunfall. Natürlich habe ich dem Kollegen die ganze Story erzählt, damit er den Zustand der Maschine - und besonders den Rahmen - umgehend von einem Fachmann prüfen lassen kann.
Soweit die Fakten. Ich will den Händler hier gar keine böse Absicht unterstellen, es ist gut möglich, dass man ihm selbst nicht die ganze Wahrheit erzählt hat.
Man kann nun trefflich darüber spekulieren, wie man die teuren Teile - also Rahmen, Felge, Gabel, Bremsscheiben und das ganze Plastik - so kostengünstig hat austauschen können um dann doch noch einen Gewinn zu erzielen. Ich mag mir nicht ausmalen, wie hier "repariert" worden ist. Oder wo die günstigen Teile am Ende hergekommen sind.
Die Moral von der Geschichte: Macht die Augen auf beim Gebrauchtkauf und glaubt nicht alles, was man Euch erzählt.
Gruss,
Thomas