Drosselklappensynchronisation
Verfasst: 13.08.14 - 15:52
Die Nachjustierung der Drosselklappen ist etwas tricky, zum einen, weil sich die Einstellschraube mittig in der Ansaugbrücke befindet und nur von oben, vom Luftfilterkasten verdeckt, erreichbar ist.
Die 2. Hürde ist der Leerlaufbypass, welcher aber recht einfach zu umgehen ist.
Bei geringer Drehzahl und deaktiviertem Leerlaufbypass ist ein Ungleichgewicht/Dejustierung der Drosselklappen deutlicher erkennbar.
Vorbereitung (Motor ist schon betriebswarm):
1) Den Gasdrehgriff mittels Kabelbinder "verklemmen"/schwergängig machen. (Bild A)
2) Die beiden Leerlaufbypassschläuche werden von der Ansaugbrücke entfernt.
3) Zwei ca. 15 cm lange Schläuche mit Reduzierung auf die Leerlaufbypassstutzen gesteckt. (Bild B)
4) Motorstart (läuft mit ca. 1500 - 1800 rpm)
5) Mittels Gasdrehgriff ein Drehzahl von ca. 3500 - 4000 rpm erreichen und halten.
6) Nacheinander beide Unterdruckschläuche des Synchrontesters auf die Reduzierungen stecken.
!Der Motor regelt erstmal mächtig ein!
7) Eine Prüfdrehzahl von ca. 1400 - 1500 rpm erreichen.
8) Synchrontester ablesen
Sofern die Ausschläge des Synchrontesters für beide Zylinder deckungsgleich sind oder nur eine geringe Abweichung vorliegt, besteht kein weiterer Handlungsbedarf.
Wenn eine deutliche Abweichung vorliegt -> Höchststrafe, "Nuda-lapdance" -> Luftfilterkasten entfernen, um die Einstellschraube verstellen zu können.
Achtung, die Anschlagschraube links, mit Plastikkappe niemals nie nicht verdrehen !!!! Bild B rot markiert
Die betreffende Schraube befindet sich mittig in der Ansaugbrücke.
Motor abstellen, Gasdrehgriff schliessen, Unterdruckschläuche des Synchrontesters von den Reduzierungen entfernen, LuFi-Kasten abbauen.
Achtung, unbedingt darauf achten, dass kein Dreck, Teile u.s.w. in die Ansaugstutzen gelangen.
Weiter geht es mit Punkt 4) - 8), siehe oben.
Die Einstellschraube, ohne Krafteinwirkung von oben, schrittweise so verdrehen, bis die Anzeigen deckungsgleich sind.
Unbedingt schrittweise vorgehen:
Einstellschraube verdrehen, dann erst einmal den Plastehebel ( H Bild B) von Hand etwas gegen den Uhrzeigersinn drehen (Motordrehzahl steigt) und gefühlvoll zurückkommen lassen.
Wenn der Plastikhebel zu weit oder zu schnell in die Standgas/Prüfstellung positioniert wird kann der Motor ausgehen.
(Dann fängt man wieder bei Punk 4) an ...)
Durch die Drehbewegung wird die Mechanik an der Einstellschraube "entspannt"
Synchrontester ablesen, Einstellschraube verdrehen, entspannen ...... solange wiederholen bis die Anzeigen des Synchrontesters deckungsgleich sind.
Bild C zeigt die beiden Schläuche mit Reduzierstück, die auf die Leerlaufbypassstutzen gesteckt werden (anstelle der vom Leerlaufsteller kommenden Schläuche).
Der Synchrontester ist ein hochpräziser Prototyp (noch ohne Gehäuse), auch für den mobilen Einsatz (Fahrbetrieb und Dauereinsatz) geeignet.
"Schlauchwaage" und Synchronuhren nutze ich schon lange nicht mehr, da zu unpräzise.
Beim nachfolgende Bild wird der Druckunterschied bei ca. 1400 rpm wiedergegeben.
Der obere Balken, für den linken Zylinder, ist kürzer als der untere, für den rechten Zylinder, ergo ist die linke Drosselklappe weiter geöffnet als die rechte.
Die ECU arbeitet aber nicht zylinderunabhängig, somit läuft der linke Zylinder etwas zu mager und der rechte etwas zu fett, zudem "schleppt" der linke den rechten mit (stark übertrieben ausgedrückt).
Je weiter die Drosselklappen geöffnet werde, desto geringer sind die Auswirkungen.
Nach der Einstellung hängt sie wieder sauber am Gas und lässt sich selbst mit nur ca. 1800 rpm im 6. Gang ohne Zicken bereitwillig beschleunigen.
Zudem ist die Standgasdrehzahl nicht mehr so launisch, wankelmütig.
Unbedingt beachten:
Der Motorstart erfolgt niemals bei geöffneten Drosselklappen sonst gibt es eine MIL.
Alle Schläuche/Reduzierstücke müssen gasdicht aufgebracht werden, ansonsten gibt es nur Mist.
Finger weg von der Anschlagschraube mit Plastikkappe, das ist nur etwas für Exterten und hat u.a. unmittelbare Auswirkung auf den Drosselklappensensor.
Keine Fremdkörper in die geöffenten Ansaugstutzen, Schläuche und Reduzierstücke gelangen/ansaugen lassen.
Tip: ein Klecks Schmiere an der Einstellmechanik vermindert die mechanische Abnutzung.
Ein im Luftfilterkasten eingebrachtes, durchgehendes Rohr ermöglicht die Synchronisation ohne Luftfilterkastendemontage.
Wenn dann noch die Einstellschraube gegen eine mit (langem) Inbus/Torx-Kopf getauscht wird, hat man die Platinlösung.
Ohne Gewähr.....
Ich würde mich darüber freuen wenn´s hier blubberfrei bleibt.
Die 2. Hürde ist der Leerlaufbypass, welcher aber recht einfach zu umgehen ist.
Bei geringer Drehzahl und deaktiviertem Leerlaufbypass ist ein Ungleichgewicht/Dejustierung der Drosselklappen deutlicher erkennbar.
Vorbereitung (Motor ist schon betriebswarm):
1) Den Gasdrehgriff mittels Kabelbinder "verklemmen"/schwergängig machen. (Bild A)
2) Die beiden Leerlaufbypassschläuche werden von der Ansaugbrücke entfernt.
3) Zwei ca. 15 cm lange Schläuche mit Reduzierung auf die Leerlaufbypassstutzen gesteckt. (Bild B)
4) Motorstart (läuft mit ca. 1500 - 1800 rpm)
5) Mittels Gasdrehgriff ein Drehzahl von ca. 3500 - 4000 rpm erreichen und halten.
6) Nacheinander beide Unterdruckschläuche des Synchrontesters auf die Reduzierungen stecken.
!Der Motor regelt erstmal mächtig ein!
7) Eine Prüfdrehzahl von ca. 1400 - 1500 rpm erreichen.
8) Synchrontester ablesen
Sofern die Ausschläge des Synchrontesters für beide Zylinder deckungsgleich sind oder nur eine geringe Abweichung vorliegt, besteht kein weiterer Handlungsbedarf.
Wenn eine deutliche Abweichung vorliegt -> Höchststrafe, "Nuda-lapdance" -> Luftfilterkasten entfernen, um die Einstellschraube verstellen zu können.
Achtung, die Anschlagschraube links, mit Plastikkappe niemals nie nicht verdrehen !!!! Bild B rot markiert
Die betreffende Schraube befindet sich mittig in der Ansaugbrücke.
Motor abstellen, Gasdrehgriff schliessen, Unterdruckschläuche des Synchrontesters von den Reduzierungen entfernen, LuFi-Kasten abbauen.
Achtung, unbedingt darauf achten, dass kein Dreck, Teile u.s.w. in die Ansaugstutzen gelangen.
Weiter geht es mit Punkt 4) - 8), siehe oben.
Die Einstellschraube, ohne Krafteinwirkung von oben, schrittweise so verdrehen, bis die Anzeigen deckungsgleich sind.
Unbedingt schrittweise vorgehen:
Einstellschraube verdrehen, dann erst einmal den Plastehebel ( H Bild B) von Hand etwas gegen den Uhrzeigersinn drehen (Motordrehzahl steigt) und gefühlvoll zurückkommen lassen.
Wenn der Plastikhebel zu weit oder zu schnell in die Standgas/Prüfstellung positioniert wird kann der Motor ausgehen.
(Dann fängt man wieder bei Punk 4) an ...)
Durch die Drehbewegung wird die Mechanik an der Einstellschraube "entspannt"
Synchrontester ablesen, Einstellschraube verdrehen, entspannen ...... solange wiederholen bis die Anzeigen des Synchrontesters deckungsgleich sind.
Bild C zeigt die beiden Schläuche mit Reduzierstück, die auf die Leerlaufbypassstutzen gesteckt werden (anstelle der vom Leerlaufsteller kommenden Schläuche).
Der Synchrontester ist ein hochpräziser Prototyp (noch ohne Gehäuse), auch für den mobilen Einsatz (Fahrbetrieb und Dauereinsatz) geeignet.
"Schlauchwaage" und Synchronuhren nutze ich schon lange nicht mehr, da zu unpräzise.
Beim nachfolgende Bild wird der Druckunterschied bei ca. 1400 rpm wiedergegeben.
Der obere Balken, für den linken Zylinder, ist kürzer als der untere, für den rechten Zylinder, ergo ist die linke Drosselklappe weiter geöffnet als die rechte.
Die ECU arbeitet aber nicht zylinderunabhängig, somit läuft der linke Zylinder etwas zu mager und der rechte etwas zu fett, zudem "schleppt" der linke den rechten mit (stark übertrieben ausgedrückt).
Je weiter die Drosselklappen geöffnet werde, desto geringer sind die Auswirkungen.
Nach der Einstellung hängt sie wieder sauber am Gas und lässt sich selbst mit nur ca. 1800 rpm im 6. Gang ohne Zicken bereitwillig beschleunigen.
Zudem ist die Standgasdrehzahl nicht mehr so launisch, wankelmütig.
Unbedingt beachten:
Der Motorstart erfolgt niemals bei geöffneten Drosselklappen sonst gibt es eine MIL.
Alle Schläuche/Reduzierstücke müssen gasdicht aufgebracht werden, ansonsten gibt es nur Mist.
Finger weg von der Anschlagschraube mit Plastikkappe, das ist nur etwas für Exterten und hat u.a. unmittelbare Auswirkung auf den Drosselklappensensor.
Keine Fremdkörper in die geöffenten Ansaugstutzen, Schläuche und Reduzierstücke gelangen/ansaugen lassen.
Tip: ein Klecks Schmiere an der Einstellmechanik vermindert die mechanische Abnutzung.
Ein im Luftfilterkasten eingebrachtes, durchgehendes Rohr ermöglicht die Synchronisation ohne Luftfilterkastendemontage.
Wenn dann noch die Einstellschraube gegen eine mit (langem) Inbus/Torx-Kopf getauscht wird, hat man die Platinlösung.
Ohne Gewähr.....
Ich würde mich darüber freuen wenn´s hier blubberfrei bleibt.