Hallo TomTom
Erstmal Glückwunsch !
hübsche Lady. *neid*
Vieleicht kann ich mit ein paar erfahrungen dienen.
Bzgl Husky und einsatz auf der Straße kursieren viele Meinungen.
( Hab ich mir auch viel anhören müssen )
Ich hab ne 510 AC Bj 87 aber die prinzipellen Probleme / Vorteile
Sind bei diesen Motoren lange zeit gleich geblieben.
Ich denke mit 55000km kann ich schon über das Langzeitverhalten etwas aussagen.
Das ist kein 4Takter !! und will auch nicht so gefahren werden.
Der ganze "Unterbau" ist einfach 2 Takt technik.
Das bedeutet ( jetzt gibts warscheinlich proteste )
1-Drehzahl! -Drehzahl! -Drehzahl!
2-Ölwechsel!-Ölwechsel!-Ölwechsel!
3-Kontrolle!-Kontrolle!-Kontrolle!
ZU 1
Der absolute Motorkiller ist das schöne und so beliebte
"Dampfhammerfeeling"
Also mit niedrigen Drehzahlen Vollgas geben.
Der Motor machts ---Aber nicht lange.
Das Pleul ist nicht Gleitgelagert
Lastspitzen sind hier absolut zu vermeiden.
Wenn Du dir mal die Lager anschaust wirds dich grausen.
So kleine Teile sollen 50+ PS aushalten ??
Beim Kolben schauts ähnlich aus.
Kolbenhemd in Beilagscheiben höhe muss hier den ganzen Druck abkönnen.
Bei einem gewissen grenzdruck versagt hier einfach der schmierfilm
( Druck ist ja bekanntlich Kraft pro Fläche )
Als Kurzhuber ist die Kritische Kolbengeschwindigkeit ( ich habs mal ausgerechnet ) erst jenseits der 8000 RPM erreicht
Der Motor ist von seiner Grundkonzeption auf Leistung bei Drehzahl gebaut.
Und nicht auf Drehmoment im Keller.
Sonst könnte der nicht 7000RPM ab.
Und das sollte man einfach bedenken.
Also Fahren mit Zweitakter Feeling.
Der Motor sollte immer "leicht" laufen--Da heißt nicht ohne Leistung aber eben da wo der Motor will.
Das kann man schwer erklären das spürt man -- oder eben nicht.
Der Motor ist eher Drehzahlfest als Drehmomentfest
Bzgl Autobahn hab ich eine andere Meinung
Das Teil ist 3/4 Gasfest. Vollgas geht eh nicht
Ab 170 wird das Fahrwerk wirklich kriminell.
Aber mal 300km am Stück 150km/h das kann die Möhre ab auch bei 40C°.
( natürlich inkl Tankstopp für Mopped & Fahrer )
Ich bin mit meiner 510er einige male in Griechenland Türkei Italien gewesen und manchmal muss man einfach meile machen.
Diese alte geschichte mit wechselnden Last kommt von 2 Taktern mit gemischschmierung.
Und resultiert daraus das bei dauerndem Magerbetrieb die schmierung auch reduziert wird.
Die Husky schmierung ist jedoch nur von der Drehzahl abhängig
Das irgendein Öl aus irgendwelchen Dichtlippen gedrückt wird ist eher irgendeine Vermutung.
Der Kupplungskorb liegt ja voll im ÖL der verspritz den Schmierstoff bis in die hintersten Ecken
Kolben und Zylinder und Pleul arbeiten ja eigentlich Öltechnisch gesehen wie ein 2 Takter.
ZU 2
ÖL
Das ist ja ein Reizthema also ohne Diskussion meine persönlichen Erfahrungen.
Ölwechselintervall hängt von Belastung und Ölsorte ab.
Ich wechsele das ÖL wenn der Leerlauf nicht mehr passt.
Ich denke den effekt kennt jeder Husyky treiber.
Nach dem Ölwechsel ist der Leerlauf zu hoch.
Also passend einstellen und NICHT! später nachregeln
Je nach Ölsorte stellt man man bei ca 500-800km fest das der Leerlauf nicht mehr passt.
Jetzt wechseln. ( Punkt )
( Das ÖL hat jetzt seine "schmierfähigkeit" verloren.
Nach ausprobieren von mindestens 20 Ölsorten ( immer synt )
Hat sich bei mir Pentosynt ( Billigmarke vom ex Wallmart ex Wertkauf) als Favorit herausgestellt. 5 l ca 25 Euro
Hier lag die magische Grenze bei 900 Km
Das problem ist das JEDE! Ölsorte vom Getriebe mechanisch zerschlagen wird und durch die verquirlung chemisch schnell altert.
Das merkt man ja beim Ölwechsel--Das plätschert dünn wie Wasser raus.
Es gibt kein ÖL im Handel das für diese Anwendung hergestellt wird.
Verbrauch und Kosten entsprechen einem 2Takter

)
Meine Husky hat Sintermetall Reibscheiben die kommt mit Auto Motoröl gut zurecht.
Bei Kupplungs rutschen muss man auf Motorrad Öle wechseln die haben Additive für die Kupplung.
Zu viel Öl ist eher schädlich.!
ZU3
Kontrollle.
Auch kleinere Unzulänglichkeiten ernst nehmen.
2 Motorschäden muss ich meiner "naja das wird dann schon noch ne zeitleng halten" Technik zuschreiben.
Aktuell der Ventilschaden war ansatzweise schon 5tkm vorher bemerkbar.
Die ausgelutschten Rollen der Kiphebel haben mir schon mal eine Nockenwelle gekillt.
Das Nockenwellenlager auf der Kettenseite ist ein Tauschkandidat jedes! Jahr.
( Da platzten die Käfige das ist mir insgesamt 2x passiert )
Also jeden Winter Ventildeckel Runter und genau schauen.
Ölpumpen Membrane jedes Jahr wechseln ( Die verformen sich )
Verbesserungen die sich bewährt haben: zumindest für mein Modell
1 Kupplungsdruckstange aus einer XT 500 passend machen und einbauen./ 2originale verschlissen dann ruhe
2 Steuerkettenführung aus XT 500 passend machen und einbauen. /2 originale verschlissen dann ruhe
3 Kritische kontrolle des Ölsiebes -Hier war die Bohrung im Motor zu tief Späne konnten so ungehindert passieren
Mir ist klar das viele das anders sehen werden.
Auch hat sich ja einiges bzgl der Konzeption getan ( Ölpumpe Ölfilter etc)
Letztlich muss man sich immer im klaren sein das es sich hierbei um Motorräder für einen speziellen Bedarf handelt.
Also Leistung Ansprechverhalten Gewicht klar den vorzug vor Wartung Langlebigkeit und Laufkultur erhalten haben.
---> Ich steh drauf .
Eine Husky sucht sich den fahrer selber aus nicht andersrum.
Entweder du verzweifelst oder Du bist verliebt *g* und dann verzeiht man vieles.
Gruß Ralf