Gehen ca. 2.500 Kilometer in 8 Tagen auf einer 801 Svartpilen mit 59 Jahren, etwas Bauch, zu zweit und mit vollem Gepäck?
Fünf jahre nach der 401 ;- ) Ich nehme vorweg: JA, das geht!
Wien-Italien-Slowenien-Südtirol-Wien ohne Autobahn.
Navigiert wurde extrem kurvig mit der App Kurviger.
Die Mitfahrer – allesamt auf "Dickschiffen" waren anfangs, wie immer „sehr skeptisch“.
Ab Werk nicht unbedingt für den großen Urlaub zu zweit gebaut wurde die Svartpilen einfach "modifiziert".
Das "Anti-Bauch-und-Alter"-Paket
• Sitzbank: Komplett neu aufgebaut. Der Soziusplatz rückte um 14 cm nach vorne, der Fahrersitz wurde um 5 cm erhöht.
• Lenker: Durch eine selbst gefräste Erhöhung um 13 mm angehoben.
• Windschild: Für besseren Wetterschutz stark angepasst.
• Handguards: Verbaut und mit Zusatzlichten versehen
Gepäck & Alltag:
• Topcasehalterung & Seitenträger: Eigenbau, passend für Givi-Koffer.
• Tankrucksack: Ebenfalls mit einer Givi-Aufnahme versehen.
• Kettenöler: Ein treuer, selbst gebauter Helfer aus der Kettensäge
• Seitenständer: Verlängerung
Optik & Karosserie:
• Heck: Das originale Rücklicht sitzt nun ca. 15 cm höher und 10 cm weiter hinten.
• Tank: Silber lackiert.
• Kotflügel: Aluminium-Kotflügel einer Ducati angepasst
• Spiegel: Meine persönlichen Lieblings-Rückspiegel verbaut.
• Entbrandet: Alle Husqvarna-Aufkleber entfernt – so weit es eben ging.
Schutz & Werkstatt:
• Sturzrahmen: Sturzbügel einer KTM 790 Enduro passend umgebaut.
• Auspuff: Neue Halterung inklusive integriertem Sturzschutz.
Das Wichtigste zuerst: Das Ding läuft! Sie hat die Tour ohne Murren überstanden und die Skeptiker auf ihren Reiseenduros ordentlich staunen lassen.
Trotzdem mein persönliches Resümee: Die kleine 401 Svartpilen hat mir damals irgendwie viel mehr Freude bereitet. Aber für die Reise zu zweit war sie dann doch einfach zu schwach – Die modifizierte 801 war für dieses Abenteuer der richtige Kompromiss!