Rad-Nabe hinten gerissen ???

Egal welche Husqvarna, HIER wird geschraubt, getunt, repariert und gefachsimpelt !!!

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Manuel_SM610
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Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von Manuel_SM610 »

Nabend,

kann sich jemand von euch erklären, wie so etwas passieren kann.

Ich war gestern mit meiner SM 610 Bj. 2006 auf einem unbefestigtem Feldweg unterwegs und hörte es plötzlich Pfeifen und Rascheln, bin natürlich sofort ran.
Mein Ketten-Rad hing neben der Nabe, alle schrauben abgeschert und an der Nabe ist sogar eine Aufnahme abgerissen.
Ich habe alle Schrauben des Kettenrades erst vor 500 km nachgezogen/kontrolliert.

Meint ihr, das ich versuchen sollte da irgendetwas mit einem Husqvarnahändler zu machen, in Richtung Materialfehler oder bleib ich da wohl drauf sitzen.

Danke schon mal
Gruß
Manu
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NoTolerance
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Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von NoTolerance »

Ist mir bei meiner the 610 bj98 auch schon passiert...mir hatte es eine Schraube los vibriert und die restlichen konnten es dann nicht mehr halten und es ist ausgebrochen...
Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet. (Mark Twain)
Manuel_SM610
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von Manuel_SM610 »

Naja, ich fahr die Woche mal zum Händler mal schauen was der so sagt, ansonsten muss ich irgendwie ne neue Nabe auftreiben und die neu Einspeichen lassen :( hab bis jetzt noch nichts gebrauchtes gefunden, ich weiß aber auch nicht von welchen anderen Modellen die Naben passen.

Danke :)
bastel

Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von bastel »

... Kettenradschrauben haben sich gelöst. So hart wie es ist, meist Eigenverschulden. Immer neue selbstsichernde Muttern mit Metallklemmung verwenden, zusätzlich immer mit Schraubensicherung verkleben und ordentlich anknallen die Schrauben. Am besten mit einem wenig gekröpten Ring/Gabelschlüssel mit dem Ringteil an den Muttern anziehen. Es reicht nicht aus, mit vorgegebenen Drehmoment über den 6mm Inbus der Senkopfschraube an zu ziehen. Die Hemmung über den Senkkopf ist zu groß um das vorgeschriebene Drehmoment zu erreichen. Es sollten auch nur original Senkkopfschrauben oder gleichwertiges verbaut werden.

Die sollte passen, einach mal die Breite der Anlagenflächen Bremsscheibe/Kettenrad messen. Sollte entsprechend Bild die 156mm Nabe sein oder wenn die alte Nabe dann 151mm breit. Einfach mal den Benjamin aus dem Forum anschreiben oder halt im powerwheelie.

http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s ... ref=search
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NoTolerance
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von NoTolerance »

Jo bastel gebe dir da vollkommen recht... Nur leider ist der Spaß passiert als sie aus der Werkstatt gekommen ist wo damals neben vielen anderen Dingen auch gleich ein neuer Kettensatz drauf gekommen ist...
Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet. (Mark Twain)
bastel

Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von bastel »

... deshalb geh ich in keine Werkstatt. Ein nettes Beispiel, du bist ja auch aus der Gegend. Vielleicht kennst du das kleine Städtchen Möckmühl? Da werden Nietschlösser an Ketten mit Schweißpunkten gesichert oder Werkstätten in Heilbronn da wird auch mal nur die obere Gabelbrücke angezogen und die untere nicht oder ehemals Heilbronn und nun Hölzern da werden ganze Hinterachsen nicht angezogen oder ehemals Böllinger Höfe da findet man dann auf Nachfrage die restlichen Montageteile beim Zusammenfegen ................ Quasi, nicht alles was aus einer Werkstatt kommt ist automatisch richtig und gut. Fürs Kettenrad gilt für mich bei diesem Modell, originale Schrauben und Muttern verwenden, zusätzlich mit Schraubensicherung kleben und an der "Mutter" das vorgeschriebene Drehmoment anziehen. Ansonsten wie letztens in Walle auf der Kartbahn Kettenrad hängt neben der Nabe alle Schrauben weg und die teure Alpina Nabe hinüber, zum Glück keinen Sturz, jedoch auch die Schwinge angefressen, da hilft nur noch nachschweißen, wie auch in diesem Fall hier. Kannst auch mal den TobeStar fragen was vor 3 Wochen am Harzring war, eine Schraube bereits verloren, alle anderen bereits sehr lose, Nabe noch heile und nur eine kleine Macke an der Schwinge von der verlorenen Schraube. Das war schon sehr knapp! Grund. falsche bzw. bereits mehrfach verwendete Muttern und diese nicht geklebt, übers Anzugsdrehmoment kann ich nichts sagen. Gelle Tobi :klopp: :mrgreen: Auch hier gilt wie immer, kann jeder tun was er will, mir passiert sowas nicht, wenn nicht die originalen Schrauben abreißen.
Manuel_SM610
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von Manuel_SM610 »

Danke für eure schnellen antworten, :Top:
Dann bin ich ja doch nicht allein, hätte Nie gedacht das dass häufiger passiert.
Beim nächsten mal werde ich auch mit Schraubensicherung arbeiten, ich bin auch am überlegen ob ich vielleicht Schrauben mit einer höheren Festigkeit verbaue, sind die Originalen 8.8 er oder waren dass schon 10.9 er ?
Und meint ihr meine Schwinge ist noch zu retten da fehlen ca. 0.5 mm.
Da etwas aufzuschweissen ist Ja auch eher eine optische Reparatur.

Habe grade gemessen und es ist eine "156 mm" Nabe .
Passt also die aus dem ebay Link ?
:D

Danke
Manu
bastel

Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von bastel »

... nimm einfach die originalen Schrauben und gut, die haben dann auch kein Gewinde bis zum Kopf und die entsprechende Schaftlänge ohne Gewinde um sauber in der Kettenradbefestigung an zu liegen. Sollten 10.9 oder gar 12.9 sein, auf den originalen steht leider nichts drauf. Es sollten beide Naben passen, die vom felro angebotene und die vom benjamin auch. Einfach noch mal bei denen nachfragen. Hab es ja nicht live gesehen mit der Schwinge, sieht aber eher nach 5mm als nach 0,5mm Beschädigung aus. Die Schwinge ist in dem Bereich wahrscheinlich schon hohl, sollte also fast durch sein und sollte mindestens geschweißt oder gar getauscht werden. Ich würde sie tauschen, bleibt aber jedem selbst überlassen. Schweißen kostet auch Geld und Schwingen gibt es öfters mal für kleines Geld.
Zuletzt geändert von bastel am 25.06.14 - 08:48, insgesamt 1-mal geändert.
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felro
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von felro »

Passt sowohl die von Benjamin als auch von mir.
Gruß Felix
Manuel_SM610
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von Manuel_SM610 »

Danke , :Top:
habt mir echt weiter geholfen.
Ich spreche die Tage mal mit einem bekannten Unfallgutachter von mir.
Mal sehen was der zur Schwinge sagt.

Bis denn
Manu
Huskyschrauber
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von Huskyschrauber »

Was ihr immer mit euren 12.9ern habt...wichtig ist das die Nabe in dem Bereich wo das Zahnrad anliegt wirklich sauber ist.
Die schrauben sollen keine Drehkräfte übertragen. Das macht alleine die Reibung zwischen Zahnrad und Nabe.
Die Schrauben sollen das Zahnrad nur auf die Nabe pressen.
Da reichen "eigentlich" 8.8er locker. Wichtig ist aber eben das man die Muttern anzieht, nicht die Schrauben.
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MarcE
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Re: AW: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von MarcE »

Richtig.

Mal eine andere Frage: wie sah es denn mit der Ketten"spannung" aus?
#206
bastel

Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von bastel »

... und genau da liegt der Hund begraben. Die Klemmkraft der Verschraubung reicht nicht aus und somit kommt es zu wirkenden Querkräften, wodurch sich die Schrauben/Muttern lösen können. Eine M8 8.8 Schraube hat ein Anzugsmoment von 27NM, eine 10.9 40Nm und eine 12.9 47Nm. Husqvarna gibt als Anzugsdrehmoment 32-36Nm vor, somit scheidet deine 8.8 schon mal gänzlich aus. Die Anzugsmomente sind bei Senkkopfschrauben auch reduziert zu betrachten, deshalb wird es mit der 10.9 und 40Nm auch schon knapp um die Vorgabe von 32-36Nm zu erreichen. Deshalb besser eine 12.9 mit auf 40Nm reduziertem Anzugsmoment verwenden. Erhöht trotzdem noch die Klemmkraft der Verschraubung, was die Einleitung der Querkräfte reduziert oder gar verhindert. Die meisten werden eh das Problem haben, die Mutter mit einem Drehmomentschlüssel an zu ziehen. Wenn man da nicht in Besitz eines Drehmomentschlüssels mit Wechselkopf und entsprechendem Einsatz mit offenem Ringschlüssel hat, kommt man im Eingespeichten und Bereiften Zustand der Felge, aus Platzgründen nicht mit einem Drehmomentschlüssel an alle Muttern ran. Dann wird versucht über den Senkkopf, an der Mutter gegen haltend, das Drehmoment am 6mm Innensechskant der Senkkopfschraube auf zu bringen, was gänzlich falsch ist. Durch die Hemmung des Senkkopfes wird das Drehmoment nicht erreicht. Wer dann noch mehrfach die gleichen Muttern verwendet und nicht klebt, da bleibt dann ein derartiger Schaden nicht aus. Wenn ich mal grob überschlage, gebrauchte Nabe/neues Kettenrad/6x Schrauben und Muttern/umspeichen der Nabe/gebrauchte Schwinge oder schweißen, da sind dann mal eben ohne Einbau der Schwinge 250€ weg. Deshalb verwende ich immer neue Muttern, verwende die originalen Schrauben, sichere die Verschraubung mit Schraubensicherung und zieh das Ganze an der Mutter mit dem Drehmomentschlüssel auf 40Nm an. Ist aber nur meine Meinung und jeder kann nehmen und tun was er will. Ich musste allein schon dieses Jahr leider 2x live dieses Problem betrachten. Einmal starb dabei eine sehr schöne Alpina Nabe samt Schwinge und das zweite mal vor kurzem am Harzring, dem TobeStar sein loses Kettenrad. Unterwegs mit einer bereits verlorenen Schraube, der Rest war lose und zum Glück nur einer kleinen Macke in der Schwinge.
Zuletzt geändert von bastel am 24.06.14 - 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von NoTolerance »

Oida bastel... Was arbeitest du denn wenn ich fragen darf?? :*
Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet. (Mark Twain)
bastel

Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von bastel »

... am liebsten nichts und lieber mehr Motorrad fahren. Wenn du aber mal versuchst Titan an vielen Ecken deines Motorrades zuverlässig unter zu bringen, musst du dich automatisch mit einigen Dingen beschäftigen. Ansonsten reicht hierfür autodidaktisch zu sein und Volksschule vollkommen aus. Kettenrad und Bremsscheiben halten übrigens bei entsprechender vorgehensweise auch mit Titan Schrauben/Muttern, siehe NOX.
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von Manuel_SM610 »

Meine Kettenspannung wars auf jeden fall net, die hab ich am selben tag noch kontrolliert und definitiv nicht zu stramm gezogen.
Und am Kettenrad habe auch die Muttern auf Drehmoment gezogen nicht die Senkkopfschrauben. Ich vermute, dass der Vorbesitzer schon mal irgend wann die Kette mit Ritzel und Kettenrad gewechselt hat und dort keine neuen Muttern zum Einsatz kamen. Ich habe die Kiste mit 18000 km gekauft und bin beim kauf noch davon ausgegangen das ich bald die Kette wechseln müsste.
Aber die Zähne am Ritzel und Kettenrad sowie die Auslenkung der Kette, lassen eigentlich auf einen relativ frischen Kettensatz schließen.
Der Vorbesitzer konnte mir leider keine Auskunft darüber geben da er Die Husky selber nur 500 km gefahren sei und er keine Belege von dessen Vorbesitzer hatte.
Auf den Bildern ist Sie mit 22000 km zu sehen und ich finde nicht, dass der Kettensatz runter ist.
Manuel_SM610
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von Manuel_SM610 »

Gut jetz nach dem "Unfall" natürlich schon.
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schenze
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von schenze »

.... ok...... soviel Informationen in Sachen Schraubentechnik und Anzugsdrehmomente..............


aber ganz ehrlich !!!!
Wer mit einer Husky ambitioniert schnell um die Ecken will, sollte schon immer ein Auge drauf haben ob seine Technik immer im grünen Bereich ist............. und sich nicht auf die Werkstätten oder die kompetenten Aussagen der Vorbesitzer verlassen und dann jammern und weinen wenn mal was kaputt geht.

Also öfters mal das Bike kontrollieren, dass wird auf Dauer echt günstiger...................
Bin ein Husky-Urgestein..........
Habe alle 4Takt-Epochen der Husky erlebt......
momentan sind fahrbereit:
1995er WXC 610
2000er WR 360
2004er TE 510 (gibts hier in Teilen zu kaufen)
2008er TE 510
2001er Honda CR125 vom Junior
2017er TE 300
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NoTolerance
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von NoTolerance »

Jop. Ich verlasse mich seitdem auf keine Werkstatt mehr. ...
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Huskytuller
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Re: Rad-Nabe hinten gerissen ???

Beitrag von Huskytuller »

Bei jedem Kettenradwechsel neue Schrauben & Muttern ?!? :lach:
Ja natüüürlich ... :zzz:

Original-Teile verwenden und bei jedem Wechsel die Muttern mit einem handelsüblichen 12er Ringschlüssel anziehen.
Danach darf einem dann aber schon leicht der Handballen schmerzen ! :Uffbasser:
'n Tropfen Schraubensicherung, mittelfest (Loctite 243), vorher in das Mutterngewinde hat auch noch nie geschadet ... ;-)
In the beginning Man created God. And in the image of Man created he him ...
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