Rallye ElChott 21.10. - 4.11. 2016 Tunesien

Für die ganzen 2-und 4-Takt Offroad-Modelle von 1988-2013 mit den schwarzen Würfeln auf den Reifen.

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McLanger
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Rallye ElChott 21.10. - 4.11. 2016 Tunesien

Beitrag von McLanger »

Ich möchte hier etwas Werbung für die
Rallye EL Chott machen.
http://www.elchott.com/

Ich war schon 3mal in der tunesischen Wüste und
bin so begeistert vom Sandfahren, dass ich meine
erste Rallye dort fahren will.
Die El Chott ist eine kleine, fast schon private Rallye,
wo man auch als Anfänger oder in der Touristenklasse
als normal Reisender mitmachen kann.
Es gibt einen All-Inklusive Service für Einzelfahrer, das
macht es für Amateure und Neulinge attraktiv.
Und der Preis ist nicht höher als bei einem Reisanbieter.

Also wer im Herbst noch Urlaub hat und mal den Traum
vom Sandfahren erleben will, der sollte nicht lange überlegen.

Grobstolliger Gruß
McLanger
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McLanger
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Re: Rallye ElChott 21.10. - 4.11. 2016 Tunesien

Beitrag von McLanger »

Das Teilnehmerfeld ist zwar ziemlich dünn,
aber die Rallye findet statt.
Großes Lob für die Veranstalter!

Falls jemand noch unentschlossen ist, kann ich
vielleicht noch eine kleine Entscheidungshilfe bieten,
In meinem Vito ist noch Platz für eine Einzylinder-Enduro.
Ich fahre die Strecke Dresden - Genua. Da liegt
in Bayern fast alles an der Route, SO-Württemberg,
Südthüringen und Osthessen wäre auch möglich.

Vielleicht findet sich noch einer, der Spaß am Sandfahren hat.

Grobstolliger Gruß
McLanger
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DHX_77
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Re: Rallye ElChott 21.10. - 4.11. 2016 Tunesien

Beitrag von DHX_77 »

Kannst gerne nach vollzogener Ralley hier einen Bericht schreiben, gibt einige User die das interssiert... :Top:

Grüße ... :hva:
:hva:
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McLanger
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Re: Rallye ElChott 21.10. - 4.11. 2016 Tunesien

Beitrag von McLanger »

Bericht zur ElChott

Jetzt sitze ich wieder zu Hause am Computer und versuche die Eindrücke und Erlebnisse zu sammeln. Als Neuling habe ich erst mal 3 Tage gebraucht, um einen vernünftigen Rhythmus in den Tag zu bekommen. Anfangs hetzt man von einer Aufgabe zur anderen. Am Morgen Frühstücken, Wasser auffüllen, Ausrüstung kontrollieren, Klamotten anziehen und zum Start, das ist noch recht einfach zu strukturieren. Dann 8-10 Stunden mit voller Konzentration über teilweise schlechte Pisten oder durch Dünen fahren. Dabei Navigieren und an die eigene Nahrungs- und Wasserversorgung denken. Die Zeitvorgaben sind so hart, das ich immer am Limit gefahren bin. Ein Profi hat da noch mehr Reserven. Am Ende ist man ziemlich ausgelaugt und möchte gerne die Füße hochlegen und abspannen. Geht aber nicht. Erstmal Tanken, dann Maschine kontrollieren, Luftfilter wechseln und notwendige Reparaturen durchführen. (Zum Glück gab es bei mir nicht viel zu reparieren.) Dann Ausrüstung vom Service-Truck holen und Schlafstelle herrichten, aus den Klamotten raus und duschen. Meist ist dann schon Zeit fürs Abendbrot. Danach Roadbook kleben, Aktualisierungen vom Briefing eintragen und Kompassprojektionen (Routen) im GPS eingeben. Einspannen des Roadbooks und dann endlich im Bett. Für ein ausgiebiges Gespräch mit anderen bleibt leider keine Zeit.
Obwohl nur 11 Fahrzeuge gestartet sind hat die Orga ihre Arbeit so perfekt gemacht, als wenn es 100 wären. Ich habe zwar keinen Vergleich mit anderen Veranstaltungen, empfand es aber als sehr professionell. Das Roadbook ist sehr genau und gut lesbar. Die Besatzung an den Check Punkten hat immer Wasser und eine Notration an Riegeln vorgehalten und genau beobachtet, ob es noch sinnvoll ist weiter zu fahren. Der Berge-LKW, den ich leider auch zweimal nutzen musste, schafft jeden aus den Dünen. Seine fahrerische Leistung ist besser als bei vielen Teilnehmern. Und sogar mit gebrochener Feder kommt er ans Ziel.

Schon der erste Tag hat mir die Grenzen aufgezeigt, 1km vorm Ziel bin ich förmlich vom Motorrad gefallen. Völlig dehydriert und konditionell am Ende bin ich ins Ziel gelaufen. Am Nächste morgen musste ich erst noch die Antenne vom Trecker tauschen und das Roadbook kleben, so bin ich zu spät zum Start gekommen. Die Dünenpassage dieser Etappe habe ich ausgelassen, was nicht nur für meine Kondition eine weiße Entscheidung war. Der Sand erwies sich als so schwer fahrbar, dass alle, die die Passage gefahren sind, nicht in der Vorgabe ins Ziel gekommen sind. Der Berge-LKW hatte bis zum nächsten Tag noch zu tun, um einen liegengebliebene G-Klasse zu bergen. So wurde die 3 Etappe vom Org-Team gekürzt und ohne Dünen gefahren. Damit waren nur Pisten zu meistern und die Kräfte wurden geschont. Bei über 35grad ging es dann in der 4. Etappe größtenteils durch Dünen, was bei der Temperatur zur Tortur wurde. Ich habe, wie einige andere auch, nicht einmal den Exit-Punkt erreicht. Die 5.Etappe nach Douz wurde von der Orga gekürzt. Somit konnten wenigsten 4 Teams das Ziel in Vorgabe erreichen. Ich war dabei, habe aber einen Dünen-Gürtel umfahren und entsprechende Strafzeit in Kauf genommen. Endlich Ruhetag,es wird viel geschraubt, bei mir blieb es bei Luftfilter wechseln und Öl nachfüllen. Beim Tschechischen Buggy wurde sogar das Getriebe komplett zerlegt. Die zweite Woche begann mit Dünen. Bis zum Exit wollte ich kommen, leider hat nach 10km im Sand mein Vergaser Probleme gemacht, nur noch Standgas ging und tuckern im ersten Gang. Wenn Leistung benötigt wurde ist sie einfach abgestorben. Der Berge-LKW hat mich rausgeholt und ich bin dann mit eigener Kraft zum Start zurück. Der Berge-LW musste auch noch der Tschechische Buggy holen. Am Start war fester Untergrund, geeignet zum Schrauben. Tank ab, Vergaser öffnen, siehe da der Schieber klemmt. Hat wohl doch schon einiges an Sand abbekommen. Dann bin ich über die Straße nach Ksar Ghilane gefahren. Die nächsten zwei Tage ging es zum Verlorenen See und zurück. Bis 4km vorm See bin ich gekommen. Es war sehr anstrengend, weil der Sand sehr schwer zu fahren war, aber es ging vorwärts. Dann lief die Maschine nicht mehr im Standgas und klang nach Ölmangel. Kurze Kontrolle, Öl ist unter Minimum. Also wieder Berge-LKW. Er war schnell da, fuhr er ja kurz hinter mir. Nur noch der Lada war mit mir zusammen unterwegs, Quad und Buggy sind schon am See angekommen. Alle anderen haben vorher abgebrochen. An einer Steilstufe wurde der Lada mit der Winde über die Hürde gebracht. Alles andere hat er aus eigener Kraft geschafft. Nach Einbruch der Dunkelheit waren dann alle am See. Die Rückfahrt erfolgte für mich auf dem Berge-LKW, die anderen fuhren in Wertung. Dann ca. 10km nach dem See, ein lauter Schlag, angehalten und das Schlamassel angesehen, die oberste, führende Lage der Feder ist gebrochen. Mit Holzklotz und Spanngurt wurde eine notdürftige Reparatur durchgeführt und es ging sehr langsam weiter. Den Lada und die anderen Orga Fahrzeuge mussten wir ziehen lassen. Bei Einbruch der Dunkelheit hatten wir die Dünen hinter uns gelassen, aber zum Camp schafft es der Berge-LKW nicht. Ich bin dann mit einem anderen Orga-Fahrzeug nach Douz, dem Ziel für die nächste Etappe gefahren. Der Berge-LKW blieb stehen und hat erst am nächsten Morgen die Fahrt nach Douz fortgesetzt. Hier hat die Orga ihr ganzes Können gezeigt, um für alle beteiligten einen vernünftige Lösung zu finden, denn es waren noch weitere Fahrzeuge ausgefallen. Ich konnte zwar die vorletzte Etappe nicht fahren, aber es sind die gesamte Ausrüstung und alle Fahrzeuge nach Douz gekommen. Öl Nachfüllen und Luftfilter wechseln, und schon ließ sich meine Maschine überzeugen, dass sie mit mir durch das Ziel fährt. Zur letzten Etappe sind dann noch alle verbliebenen 6 Wertungsfahrzeuge angetreten. Es war eine sehr schnelle 80km lange Piste, bei der Überholen fast unmöglich war. Vom Ziel ging es dann noch 400kmauf Straße bis zum Hotel nach Hammamet, das ist auf einer Enduro nicht gerade ein Höhepunkt. Eine ¼ Liter Öl hat meine Maschine dabei verbraucht, … da ist doch einiges an Sand in den Zylinder gekommen.

Die Rallye ist sehr professionell organisiert. Die Strecken schwer und lang. Wer hier mitfahren will, sollte über eine ordentliche Portion Kondition verfügen und eine Maschine fahren, die wettbewerbstauglich ist. Mein LC4 640 Adventure ist vom Gewicht schon grenzwertig.
Da kompletter Transportservice geboten wird können auch Einzelstarter ohne Team teilnehmen.

Unter www.elchott.com gibt es alle wichtigen Informationen.
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DHX_77
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Re: Rallye ElChott 21.10. - 4.11. 2016 Tunesien

Beitrag von DHX_77 »

Danke für den kurzen Bericht... :Top: .... hast auch ein paar Eindrücke bildlich festgehalten...???
:hva:
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